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Windy
City und Detroit, zwei der wohl ältesten Technoproduktionsstätten
der Welt beherbergen in Ihrer geographischen Mitte eine Kleinstadt
namens Kalamazoo.
Ausgangspunkt für eine Prduktion der besonderen Art und Heimat
eines Produzenten, der mit unglaublicher Präzision Musik schafft,
die die Sinne erweitert. „Escape to the black planet“ ist
Virtuosität und Reduktion, ist Techno und House, straight
und ohne Kompromisse.
Eine Platte die wohl nur ein Mann wie Jay Denham produzieren
kann. Ein Mann, der durch die geographische Lage seiner Heimat
mit Techno genauso aufwuchs wie mit House, und genau diese
Dualität ist es, die seine Platte so spannend macht und sie
zu einem Bewußstseinserweiternden Hörspiel werden läßt.
Jay Denham, der so schöne Melodien schreibt, die nie kitschig
werden, schafft es mit seinem neuen Album eine intelligente
und homogene Produktion zu liefern, die gleichermaßen zu Hause,
wie auf den Dancefloors, oder in den Ambientlabs dieser Welt
die Leute in Ihren Bann ziehen wird.
Wen wundert es , wo J.D. seinen Weg doch über Leute wie Derrick
May machte, von dem er seine erste Rhytmusmaschiene auslieh
und der später dafür sorgte, daß er unter dem Pseudonym VICE
mit Leuten wie Atkins, Saunderson und eben Derrick May auf
Virgin- Kompilations erschien.
Der Weg war geebnet. Es folgte die Veröffentlichung der EP
„Fade II Black“ aud Derrick May´s Transmat-Subdivision, sowie
die EP „Survival Instinct“ für 430 West, und eigentlich war
es logisch, das J.D. nicht beim Fremdproduzieren blieb.
Für seine eigenwilligen Produktionen mit Donell Knox (Sonic
Mind Records) und Leon Chancellor im Boot, gründete er sein
Label „Black Nation“, auf dem von 1995 an eine der konsequentesten
Labelphilosophien betrieben wurde und er so gegen den beginnenden
Techno Sellout antrat, wie es sonst nur wenige aus dem Underground
Resistance Umfeld taten. Harte schnörkellose Technotrax die
aber immer einen Schritt weiter waren als nur Stoff für die
Clubs der Metropolen. VÖ: 27. März 1998
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